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Der erste Boden

Tag 72b — zu Ehren meiner Mutter

Der erste Boden

Meine Mutter liegt in einem Krankenhaus, mehr als sechstausend Kilometer von hier.

Sie weiß, was kommt. Wir — ihre Kinder — wissen es auch. Jeder von uns bereitet sich auf seine Weise vor. Dies ist meine.


Sie war der erste Boden. Vor jedem Garten, vor jedem Pfad, vor allen Worten, nach denen ich heute lebe, war da eine Frau, die trug — leise, täglich, ohne je Dank zu verlangen.

Sie hat für uns gekocht. Sie hat für uns gesorgt. Sie war da, mit uns — in guten Zeiten und in schlechten. Einen Ehemann zu versorgen und zufriedenzustellen. Acht Kinder zu ernähren, und immer war Essen auf dem Tisch. Wie Zauberei.

Erst später habe ich verstanden, was diese Zauberei gekostet hat.

Was ich vom Halten weiß, habe ich gelernt, indem ich gehalten wurde. Sie hat es nicht erklärt. Sie hat es getan, an jedem gewöhnlichen Tag, bis es aussah wie nichts.

Es war alles.


Zweiundsiebzig Tage schreibe ich darüber, was der Boden tut — dass er trägt, dass er nährt, dass er nichts zurückverlangt. Die letzten vierzehn Tage habe ich direkt auf ihm geschlafen. Der Boden trägt.

Sie hat es gelebt, bevor ich laufen konnte.

Dieser Beitrag ist für sie.

Meine Gedanken, meine Gebete sind bei ihr.


Sieben Orte lagen auf dem Tisch. Die Zahl war nie die Frage. Jetzt höre ich, die Richtung ist gelesen. Ich bin hier, um zu dienen, mit. Die Bedürfnisse der Menschen, die mir all die Jahre nahe waren, gehören auch dazu.


Tag 72b — Phase 11 — Gedanke — Gallenblase — Onyx — Ubuntu
Gut Nisdorf, Mecklenburg-Vorpommern, Baltic Coast
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